Schlagwort: Monatsbrief

20 Mrz

(Monats-)Brief der Schulleitung (19.3.)

Liebe Eltern,

wie Sie vermutlich gestern schon aus der Presse vernommen haben, verlängert sich die zwangsweise Schließung unserer Schule um drei weitere Wochen bis zum 19.4.

Damit wird das, was wir für lediglich zwei Wochen planten, nun für Sie und uns für eine längere Zeit einzurichten sein. Gleichwohl gibt es zunächst keinen Anlass, das grundsätzliche Procedere zu verändern. Etwas mehr in den Vordergrund rückt nun vielleicht, Ihre Kinder noch mehr im Bearbeiten der Unterrichtmaterialien zu unterstützen und hilfreiche Rituale im Alltag einzuführen. Hilfreich ist hier auch stets ein Austausch von Eltern untereinander, um in dieser unsicheren Phase möglichst viel Unterstützung zu erhalten und zu geben.

Über die wichtigsten aktuellen Entwicklungen möchte ich Sie von Zeit zu Zeit auf dem Laufenden halten. Dies geschieht in Stichworten und nicht wie aus den Monatsbriefen gewohnt im Fließtext:

  • Zuallererst möchte ich meinen positiven Eindruck von der besonnenen und umsichtigen und kompetenten Organisation meiner Kolleg*innen berichten, begonnen bei der Notbetreuung bis hin zur laufenden Versorgung mit Unterrichtsmaterialien. Nach allem, was ich wahrnehme, erfahren die Kolleg*innen aber genauso viel Unterstützung Ihrerseits, wofür ich Ihnen danken möchte.
  • Frau Blumhardt wird in Kürze eine neue Abfrage für die aufrechterhaltende Notbetreuung starten. Beachten Sie bitte, dass diese für Notfälle eingerichtet ist, wenn eine Betreuung Ihrerseits auf keinen Fall gewährleistet werden kann. Der Sinn dieser Zwangspause ist ja die weitgehende Kontaktvermeidung. r genauso viel Unterstützung Ihrerseits, wofür ich Ihnen danken möchte.
  • Daher ist auch das Schulbüro nur noch an zwei Vormittagen persönlich besetzt. Richten Sie Ihre Anfragen daher gerne weiterhin per mail an meine Kolleginnen oder an die Mitglieder der Schulleitung.
  • Für den korrekten Ablauf der bevorstehenden Prüfungen (ESA/MSA/Abitur) werden wir von der Hamburger Schulbehörde mit den notwendigen Rahmeninformationen bestens versorgt. Die Organisation vor Ort leisten wir und es wird auch zweifelsfrei gelingen.
  • Soweit ich weiß, sind keine Kolleg*innen am Coronavirus erkrankt, wofür ich sehr dankbar bin. Einige wenige sind als Rückkehrer aus Risikogebieten derzeit in häuslicher Quarantäne.
  • Die Lehrkräfte haben bereits den Schüler*innen erste Arbeitspakete per mail oder per Post zukommen lassen und stehen im Austausch mit Ihnen. Auch die Schüler mit Förderbedarfen werden selbstverständlich versorgt.
  • Wir experimentieren derzeit vermehrt mit Onlineportalen zur Unterrichtsversorgung in dieser ungewohnten Zeit. Auch Videokonferenzen oder das Thema digitale Bildung rückt plötzlich mit Macht in den Vordergrund.
  • Gleichzeitig wollen wir viel voneinander lernen, wie der oder die eine oder andere die jeweilige Situation meistert und legen derzeit ein Archiv für Unterrichtsmaterialien an.
  • Vereinzelt bemerken wir, dass die mail-Postfächer von Eltern überfüllt sind. Bitte achten Sie darauf, dass die Kolleg*innen Ihre Schüler mit Material versorgen können.
  • Wir nutzen die Zeit ebenfalls, um das ein oder andere übergeordnete Thema zu bearbeiten, Konzepte zu schreiben oder Leitfäden vorzubereiten.
  • Heute gab im Ort offenbar einen Wasserrohrbruch. Für einige Stunden war daher in der Schule das Wasser abgestellt. Wir konnten aber rechtzeitig auf Wassereimer zurückgreifen, um die notwendige Hygiene sicherzustellen. Es ist Improvisationstalent gefragt in diesen Tagen.

Aber auch diese Beispiel zeigt, dass es einfach beeindruckend ist, wie Sie und wir uns in dieser bedrückenden wie fordernden Situation schlagen. Mein besonderer Dank gilt dabei den Kolleg*innen in der Notbetreuung, aber natürlich genauso den Lehrkräften, die unter sehr erschwerten Bedingungen den Unterricht aufrechterhalten, sowie allen anderen, die aus dieser Lage das Beste machen. Und wer weiß, vielleicht zeigt es sich, dass wir mithin sogar Positives aus dieser Krise ziehen können.

Eine sehr schöne Nachricht zum Schluss:

Es ist uns in den letzten Wochen gelungen, einen Fernsehgottesdienst nach Blankenese zu holen. Wenn im November hoffentlich diese Krise überstanden ist, wird der NDR mit unserer Schule in der Kirche am Markt einen Gottesdienst am Buß- und Bettag übertragen. Das Ganze wird vorbereitet mit unseren Schüler*innen, durchgeführt von diesen und live im Ersten Programm deutschlandweit übertragen. Es war bis zuletzt noch sehr fraglich, ob wir dieses Event logistisch und inhaltlich so zusammenführen, dass es möglich wird, aber es klappt. Mein Dank gilt Herrn Prof. Haas, Thomas Warnke und der Kirchengemeinde Blankenese, die sich hier sehr eingesetzt haben. Da können wir uns als Schulgemeinschaft mal so richtig abfeiern und ein positives Bild einer inklusiven Schule in die Welt senden.

Bleiben Sie und Ihre Kinder weiterhin gesund und passen Sie auf sich auf.

Herzliche Grüße

Hayo Janssen

Schulleitung
Bugenhagenschule im Hessepark
Osterleystr. 22
22587 Hamburg