Schule

Grundschule mit familiärer Atmosphäre

Wie es begann

Es riecht noch nach Farbe und 24 Erstklässler freuen sich in dem hellen Klassenraum auf ihre ersten Schultage. Endlich, die Schule wird eröffnet !
Lange sieben Jahre hat es gedauert bis von der ersten Vision in der Kirchengemeinde um Pastor Frank Howaldt über die Genehmigungsverfahren und das Finden eines Trägers die Schule in den Räumen der Osterkirche im August 2007 eröffnet werden konnte. Die Bugenhagenschulen der Evangelischen Stiftung Alsterdorf übernahmen die Trägerschaft der Schule.

Anika Woydack begleitete von Seiten der Bugenhagenschulen mit viel Enthusiasmus das Projekt.
Es waren ja nicht nur pädagogische Fragen zu klären, dazu kamen viele Bauvorschriften. Man kann sich vielleicht vorstellen, was es bedeutet, aus einer unter Denkmalschutz stehenden Kirche eine Schule zu machen: Lärmschutz, Unfallschutz, Brandschutz, Arbeitsschutz …und natürlich musste auch ein Fahrstuhl für Kinder mit eingeschränkter Mobilität her. Hier ergaben sich viele Herausforderungen, die aber schließlich gut gemeistert wurden, sodass unsere Schule in einem wirklich ganz besonderen Gebäude eröffnet werden konnte. Wir freuen uns sehr, dass nun in dieser historisch bedeuteten Kirche, in der das Altonaer Bekenntnis unterschrieben wurde, Kinder lernen und vor dem christlichen Wertehorizont zu starken, toleranten und freien Persönlichkeiten heranwachsen dürfen.

Melanie von Hoyningen-Huene, Nadine Freitag und Nicole Fritzsche waren das erste Pädagogenteam, dass sich gemeinsam mit den Schülern und Eltern auf einen spannenden Weg machten. Damals wurden viele Neuheiten eingeführt – der gebundene Ganztag, Inklusion, offene Unterrichtsformen und Ferienbetreuung. Natürlich sollte die Schule auch von Beginn an ein Ort sein, in dem der christliche Glaube mit Freiheit und Respekt vor dem Nächsten kennengelernt werden kann – und natürlich ein Ort, an dem Wissen vermittelt und mit Freude gelernt wird.

Was gewachsen ist

Unsere kleine familiäre Grundschule mitten im Zentrum von Ottensen ist für über 70 Kinder zu einem Lern- und Lebensraum geworden. Beheimatet in der Osterkirche und fest verankert im Stadtteil haben sich über die Jahre viele Kooperationen im Stadtteil und mit der Kirchengemeinde entwickelt.

Pastorin Katharina Fenner ist zur festen Ansprechpartnerin für unsere Schule geworden. Im Laufe der Jahre ist ein Konzept mit wöchentlichen Andachten und Gottesdiensten entstanden, sodass die Kinder und Eltern Frau Fenner mehr als nur aus der Kirche kennen. Sie ist „unsere Pastorin“ und zu einer festen Bezugsperson für alle geworden. Jedes Jahr sind der Einschulungs- und Abschlussgottesdienst aufs Neue berührend.
Die Kooperation beim Orgelprojekt ist das „jüngste Kind“ der Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde. Die Orgel in „unserer Osterkirche“ ist mit einem Kinderpedal ausgerüstet, sodass sowohl Grundschüler aus unserer Schule als auch Kinder aus der Kirchengemeinde Orgel lernen können – ein in Deutschland einmaliges Projekt.
Gewachsen ist auch die Zusammenarbeit mit zwei Kindergärten. Sie kommen nicht nur zu Besuch bei Schulveranstaltungen, sondern es gibt Vorschul-, Lese- und Verkehrserziehungsprojekte, bei denen wir kooperieren.
Im Stadtteil sind wir aber auch durch die Altonale und den Weihnachtsmarkt, auf denen wir regelmäßig vertreten sind, eingebunden. Hier zeigen wir uns als Schule und engagieren uns mit den Spendenerlösen gleichzeitig für wichtige Projekte. So haben wir 2016 die Einnahmen für „children for tomorrow” für die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingskindern am UKE gespendet.
Drei wichtige Höhepunkte im Schulalltag müssen noch unbedingt genannt werden.
Zum einen ist die Teilnahme am bundesweiten Vorlesetag zu nennen. An diesem Tag kommen Prominente in Schulen und lesen vor. Bei uns sind Kommissare und Polizisten aus dem „Großstadtrevier“ und von den „Rentnercops“ (Maria Ketikidou, Katja Danowski und Sven Fricke) schon traditionelle Vorleser.
Zum anderen müssen unsere jährlichen Musicalprojekte genannt werden. Eine Woche lang wird die gesamte Schule zum Theater: Es wird geprobt und musiziert, aber auch Kostüme und Kulissen werden selbst angefertigt. Das Ergebnis ist immer wieder überwältigend – und die Kinder werden mit viel Applaus belohnt.
Und schließlich dürfen die Schulfahrten nicht vergessen werden. Alle zwei Jahre unternimmt die gesamte Schule gemeinsam eine Fahrt. Die letzten Male ging es nach Sylt und Föhr. Dies ist jedes Mal ein Event, dass die Schulgemeinschaft über die Lerngruppengrenzen hinaus zusammenschweißt.