21 Mrz

Musikexkursion in die Elbphilharmonie – Gamelan und Hausführung

Schülergruppe vor Elphi

Kürzlich unternahmen wir mit dem Wahlpflichtkurs Musik Klasse 10 eine interessante Exkursion in die Elbphilharmonie: zum Einen haben wir die traditionelle Musik Indonesiens Gamelan in einem Workshop kennengelernt und bekamen zum Anderen im Anschluss daran noch eine Hausführung durch das stylische Gebäude.

Doch zuerst zum Workshop 

Instr 1

Gamelan ist die traditionelle Orchestermusik der indonesischen Inseln Java und Bali und gehört zu den faszinierendsten musikalischen Schöpfungen und bedeutenden Musiktraditionen überhaupt, sie ist über 300 Jahre alt. Ähnliche Musik gibt es aber auch um Beispiel in Burma, in Thailand, Malaysia oder auf den Philippinen.

Der Begriff Gamelan (wörtlich: etwas handhaben, mit den Händen tun …Orchester) bezeichnet zum Einen die Musik an sich, die Ensembles aber auch das Instrumentenset. Gamelanmusik wird zu Versammlungen auf Dorfebene, zu verschiedenen Festen und Feierlichkeiten gespielt, an verschiedenen Schulen und Akademien, auch zur Begleitung von Tanz- oder Schattentheaterspielen und geht manchmal über Stunden.

Soviel Zeit hatten wir natürlich nicht, aber die tolle Gelegenheit, mit einem Spezialisten der Gamelan-Musik aus Deutschland, dem Musiker und Komponisten Uli Götte, in diese für uns fremde Musik einzutauchen, Interessantes zu erfahren und die Musik auf Originalinstrumenten auszuprobieren.

Eigentlich waren die Schüler dieses Musikkurses für solch einen Workshop prädestiniert, denn fast alle Schüler machen seit vielen Jahren Musik an der Schule, allerdings musizieren sie sonst mehr in anderen Erarbeitunsgszusammenhängen.

Die grauen Zellen, vor allem das Gedächtnis, waren beim Einstudieren der beiden von U.Götte gewählten Kompositionen gefordert, um in relativ kurzer Zeit zwar öfters zu wiederholende, aber doch verschiedene Melodieabläufe nach zunächst noch angesagten Zahlen zu spielen. Außerdem spielt man in der javanischen Gamelanmusik in anderen als uns vertrauten Tonsystemen und damit Klängen, auch das war spannend.

Zuvor erklärte uns U. Götte natürlich die Handhabung der verschiedenen schön gearbeiteten und verzierten Metallophone, Xylophone, Gongs und Gongspiele. Die Felltrommeln spielte der Workshopleiter selbst, da dies rhythmisch komplizierter war.

Abschließend konnten wir in einem privaten Dokumentarfilm des Workshopleiters sehen, welch’ hohe Kunst das Schmieden dieser Instrumente ist und wie individuell jedes der angefertigten Instrumente und bekamen auch einen Eindruck von der Atmosphäre des Stadt- und Landlebens auf Java.

Saal 1 Saal Decke Kunstvolle Gänge

Im danach folgenden geführten Rundgang durch die Elbphilharmonie bekamen wir vor allem tolle Innenansichten: beeindruckend die Gestaltung des großen Saales, auffallend auch in der Farbe die natürlichen Materialien, die verschiedene Musikarten ohne Ablenkung in den Mittelpunkt stellen; die besondere Saalposition des Orchesters bzw. der Musiker, die ihr Publikum wie eigentlich üblich nicht nur vor sich, sondern rund um sich haben; man sieht dem Saal auch nicht die große mögliche aufnehmende Zuschauerzahl an. Interessant waren auch die normalerweise sonst nicht zugänglichen Bereiche wie der Backstagebereich oder die tollen Blicke auf architektonische Rafinessen, bei den man nicht mehr erkennen konnte, wo eigentlich gerade oben und unten ist…. wären da nicht die physikalischen Gesetze.

Weitere schöne Rundum- und Aussichten auf Hamburg bei bestem Sonnenschein rundeten diese gelungene Exkursion ab:

Elphi2

Elphi1Elphi mit Schülern 2