Indien-Projekt

Im März 2018 haben sich 13 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 11, 12 und 13 und 2 Lehrer auf eine Reise nach Indien begeben und mehrere Organisationen (Schulen, Kitas und Ausbildungsstätten) des Kinderhilfswerk besucht und auf diese Weise eine ganz andere Welt, andere Bedürfnisse und Sorgen in einer fremden Kultur kennengelernt.

Es war für alle Beteiligten eine sehr eindrucksvolle Reise, die uns nachhaltig beschäftigt.

Mittwoch den 23.05.2018 findet um 20 Uhr ein Indienabend in der Blankeneser Kirche statt, an dem die Schülerinnen und Schüler von ihren Erfahrungen berichten.


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Der Reisebericht:

Eine wundersame Expedition durch den Dschungel der indischen Kultur

13 Schülerinnen und Schüler der Bugenhagenschule im Hessepark in Blankenese reisten im März für 2 Wochen Indien, um dort eine soziale Organisation des Kinderhilfswerk (Christlicher Missionsdienst) zu besuchen und zu unterstützen.

4 Wochen sind mittlerweile ins Land gestrichen, seit 13 Schülerinnen und Schüler der Bugenhagenschule wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.

Die langersehnte Reise, auf die sich einzelne Schüler des 11., 12. und 13 Jahrgangs bewerben konnten, hat ihr Spuren hinterlassen. Mit ihnen sind viele Erinnerungen an Erlebnisse und Erfahrungswerte mit nach Deutschland zurückgekehrt.

Etwa 30 Stunden hat es gedauert bis die Schülerinnen und Schüler ihr Reiseziel, ein Gelände des Kinderhilfwerkes in Thadikarankonam im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, in der Nacht erreicht haben.

Die ersten Eindrücke der fremden Kultur, die sich den Schülern boten – Armut auf den Straßen, ein heißfeuchtes Klima, fremde Gerüche, Geräusche, Tiere und Insekten – galt  es in den ersten Tagen erst einmal zu verarbeiten. Auch wenn dies die unfassbar gastfreundlichen indischen Gastgeber durch eine ausgezeichnete Verpflegung, Umsorgung und Begleitung etwas leichter machten.

Das wohl Eindrucksvollste, was für die Gruppe zurückbleibt, ist der Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen, die sie in Thadikarankonam in einer Schule, Kindertagesstätten und Ausbildungsstätten für Jungen und Mädchen machen durften.

Von den Kindern und den Mitarbeitern wurden die Gäste ausschließlich mit ungeteilter Freude, zahlreichen lachenden Gesichtern und ganz viel Wärme willkommen geheißen. Kommunikationsschwierigkeiten wurden durch universelle Verständigungsmöglichkeiten mit Händen und Füßen, aber auch Gesang, Tanz, Sport und Spiel zum Ausdruck gebracht. So gehörte es zum guten Ton sich zur Begrüßung  gegenseitig ein Ständchen zu singen. Man kann sich sicherlich vorstellen, wie herzerwärmend es ist, wenn man von 40 kleinen Kindern im Chor begrüßt wird und auch Gastfreundschaft wird noch einmal in einem neuen Licht beleuchtet, wenn man so in einem fremden Land anderer Kultur empfangen wird.

Neben einem sehr beeindruckenden Kulturprogramm, was den Schülerinnen und Schüler zur Begrüßung in der Schule von der gesamten Schule dargeboten wurden, hatten sie die Möglichkeit mit den Schülern unterschiedlichen Alters in den kulturellen Austausch zu kommen. So spielten sie indische und deutsche Spiele, wie zum Beispiel ein lustiges Trickspiel namens „Coco“ und lernten mit Schülern unterschiedlichen Alters Yoga, Tanz und Malcom, ein besondere Form von Akrobatik.

 

Größter Gewinn für die Indienreisenden war sicherlich der Austausch mit Thomas Babu, heutiger stellvertretender Manager des indischen CMS, der die Schüler- und Lehrer auf der Reise auf Tritt und Schritt begleitet hat. Er selbst ist im Kinderheim der Organisation aufgewachsen und hat durch die Unterstützung seiner Schweizer Paten seinen Weg bis zum Doktor der Theologie gemacht. 5 Jahre seines Studiums verbrachte er in Hamburg und Blankenese und konnte den Schülerinnen und Schülerinnen damit nicht nur aus seiner Kultur berichten und alle Fragen beantworten, mit denen sie ihn löcherten, sondern auch ihre Kultur und ihr Lebensumfeld nachvollziehen.

Thomas Babu hat zudem dafür Sorge getragen, dass die Schülerinnen und Schüler ganz viele unterschiedliche Seiten Indiens kennengelernt haben. Neben dem südlichsten Ort in Indien, in dem die Schüler mit Armut, aber auch mit Misstrauen gegenüber Ausländern und einem anderen Frauenbild konfrontiert wurden … besuchten die Schüler einen Nationalpark, in dem auch Tiger zuhause sind und natürlich auch das Meer.

Gemeinsames Fazit für alle: Die Reise nach Indien war ein voller Erfolg. Nicht zuletzt auch weil es den Schülerinnen auch noch einmal bewusst gemacht hat, wie gut sie es eigentlich in Deutschland haben, was viele zum Nachdenken gebracht hat.

YS/ACS

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